Statement zum Ukraine-Krieg

Hallo ihr,
es folgt eine Positionierung von uns als Kollektiv zu einem leider ernsten Thema, dem Krieg in der Ukraine.

Als Allererstes: Wir sind solidarisch mit der ukrainischen Bevölkerung, die durch den russischen Angriffskrieg entweder zur Flucht gezwungen wurde, dieser Aggression des Kreml in der Ukraine wehrlos ausgeliefert ist oder unter mindestens genauso schrecklichen Umständen ihr Zuhause verteidigt.
Weil wir in der Linken allgemein und auch auf Kieler Friedenskundgebungen von Positionen gehört haben, die die Rolle oder Schuld der Nato/“des Westens“ bei diesem Krieg sehr in den Vordergrund stellen oder teilweise sogar russische Regierungspropaganda wie z.B. den Entnazifizierungsmythos mittragen, wollen wir klarstellen, dass wir diese Positionen nicht teilen.

Es gibt haufenweise legitime Kritik an der Nato sowie westlichem Imperialismus. Das Subrosa-Kollektiv hat in der Vergangenheit häufiger an Protesten gegen Nato-Kriege teilgenommen oder diese Proteste unterstützt und wird sich auch in Zukunft gegen Kriege und Aufrüstung allgemein aussprechen. Aber vor etwas mehr als drei Wochen war es die glasklare Entscheidung der russischen Regierung und Armee unter Präsident Putin die gesamte Ukraine in ein Kriegsgebiet mit all den fürchterlichen Konsequenzen für die Menschen dort zu verwandeln. Wir sagen ganz klar Nein zum Krieg Russlands und können dabei den erhobenen Zeigefinger in Richtung Nato, nach dem Motto: „Aber ihr habt doch auch…“, nicht ganz nachvollziehen, da es aktuell in allererster Linie darum gehen sollte, den Betroffenen des Überfalls auf die Ukraine sowohl im realen sowie sprichwörtlichen Sinne Raum für ihre Bedürfnisse zu bieten.

Der zweite Hintergrund unseres Statements ist die direkte Betroffenheit eines Kollektivmitglieds, das Verwandtschaft in der Ukraine hat. Wenngleich das Rosi ein Raum für politischen Diskurs sein kann und soll, würden wir euch vor dem Hintergrund dieser Tatsache darum bitten, in diesem Kontext sensibel zu sein.

Beteiligt euch natürlich weiterhin an Friedensprotesten und unterstützt Menschen, die von Kriegen betroffen sind, in welcher Form es euch auch immer möglich ist.

Euer Subrosa-Kollektiv